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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

27.10.2016

Google drängt stark in touristische Angebote: Revolution oder Gefahr?

Google drängt stark in touristische Angebote_ Revolution oder Gefahr?

Google Trends, Google Now, Trips by Google, Google Knowledge Graph, Google Flights, … es vergeht kaum ein Quartal ohne neue Ankündigungen zu Google-Produkten mit Tourismusrelevanz. Google nutzt dabei seine immensen Datenquellen und wirft brauchbare Analysen aus um Kundenbedürfnisse vorherzusagen. Touristiker können diese Daten geschickt nutzen jedoch bergen diese “Helferlein” auch Gefahr: manch ein touristisches Kernprodukt wird dadurch obsolet!

Wie kann man mit der Schnelligkeit dieser Entwicklungen mithalten, was heißt das für DMOs und wohin muss sich Tourismusmanagement weiterentwickeln?

Rasante Entwicklungen im Web

Vor nicht allzulanger Zeit war das “semantische Web” das Maß aller Dinge. Wichtige Eckdaten von Webseiten sollten markiert und für Suchmaschinen aufbereitet werden. Das benötigte noch einen Eingriff in den Inhalt und Quellcode – heute geht alles automatisch durch intelligente Suche.

Die Art und Weise wie Suchmaschinen Seiten und Inhalte indexieren, interpretieren und als Suchergebnisse auswerfen, hat sich rasant weiterentwickelt. Dadurch, dass fast alle User Google benutzen, die Suchmaschine im Browser und Handy voreingestellt ist, als Betriebsystem für Handys und auch als Browser dominant ist, hat Google jede Menge Daten für Auswertungen zur Verfügung.

Viele sorgen sich um Datenschutz aber das ist eigentlich nicht so wichtig – was viel interessanter ist, und um was es Google überhaupt geht, sind Meta-Daten. Das heißt, Informationen darüber, wann, wer, wo, wie nach was sucht und wie oft das passiert. Welche tatsächliche Person dahintersteckt ist irrelevant geht es doch um die Erfassung von Benutzergruppen.

Mit der Analyse von diesen Nutzerdaten lassen sich so erstklassige Anwendungen erstellen, die echten Nutzen liefern und da sie größtenteils automatisch ablaufen indem sie die Daten direkt aus den Google-Konten saugen, sind sie auch extrem bedienerfreundlich! Die User freuen sich und Google bindet sie an ihr Ökosystem. Dadurch können sie ihre Cash-Cow “Google Adwords” weiter füttern, denn keine Marketingabteilung kommt daran vorbei.

Einzelne Dienste werden zu integrierten, umfassenden Diensten verbunden

Wo auch immer Reisende hinfahren, sie sind online. Egal ob während der Reiseplanung, während der Fahrt durch eine neue Stadt, beim Teilen von schönen Momenten mit ihrem Freundesnetzwerk – der Gast interagiert mit dem Web über verschiedene Geräte. Die digitale Welt verschmilzt dabei immer mehr mit der analogen, der “echten” Welt.

Bis jetzt waren die Dienste meistens noch Insellösungen – Google Knowledge Graph, Google Flights, etc. Man kann jedoch eine zunehmende Integration in umfassende Plattformen feststellen, wie es etwa mit Google Now und Google-Trips der Fall ist – dort werden aus allen Google Produkten (Gmail, etc.), die relevanten Daten für Reisen automatisch rausgesucht, übersichtlich ausgespielt und mit sinnvollen Zusatzinfos (z.B. “things to do” basierend auf Ort, Wetter, Zeit, etc.) versehen. Kein manuelles Ordnen von Reisen oder Urlauben mehr – alles geht von selbst und ersetzt somit Reiseführer, Destinationsseiten, viele Content-Produzenten und sogar Kartensysteme.

Doch woher zieht Google seine Informationen?

Die Ergebnisse sind meist ein Sammelsurium von verschiedenen Quellen: Gmail, offizielle Destinationsseiten, Wikipedia, Google+ und Google Business, Google Maps und Youtube. Dort haben sie den meisten Zugriff und können Daten leichter auswerten. Jedoch sind auch Email-Konten, die Suchhistorie und kontextuelle Daten wie Zeit, Ort und benutzte Geräte zunehmend dabei.

Google weiß damit oft schon vorher, was man machen möchte, bevor man es selber weiß. Das macht manchmal Angst und wirkt unheimlich, jedoch muss man auch zugeben, dass es eine erstklassige Dienstleistung ist. Ob man es will bleibt dahingestellt – meistens findet man es unheimlich, stößt sich aber nicht daran – wirklich beschweren tut sich selten wer.

Tourismusmanagement muss sich weiterentwickeln

Die meisten Online-Auftritte sind für diese Entwicklungen zu unflexibel. Manche Organisationen beginnen gerade erst Content-Marketing zu entdecken und da hat es sich längst schon in eine andere Richtung (Video) entwickelt. Wie das Google-Ökosystem weitermachen wird ist klar: die Automatisierung, die Auswertung von “Big Data” wird zunehmen da immer mehr Systeme, Apps und Anwendungen miteinander vernetzt sind.

Damit einher geht nicht nur der Wille, sondern auch die Notwendigkeit Werbung viel zielgerichteter auszuspielen. Falsch adressierte Werbung nervt viel mehr als früher da die Erwartungshaltung der Gäste viel höher geworden ist. Sie können und wollen mittlerweile erwarten, dass die ihnen angezeigte Werbung RELEVANT ist. Das verlangt flexible Systeme wo Daten automatisch verknüpft werden – dynamische Werbung und Landingpages beispielsweise.

Das initiale Setup solcher Systeme ist aufwendig, jedoch sind die operationellen Kosten viel niedriger. Man muss nicht mehr zig Landingpages produzieren, sondern nur noch Content-Blöcke. Der restliche Content wie Linkblöcke, Call-To-Action, passende Angebote und Packages, Newsletter-Anmeldung – all das wird dynamisch hinzugefügt je nachdem was für ein Nutzer gerade die Seite betrachtet.

Zentral ist dabei ein flexibles System und eine ebenso flexible Organisation! Sind Sie bereit für diese neuen Entwicklungen?

 

Mehr erfahren über digitale Strategien.

 

 

 

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