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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

10.12.2015

Chancen für Flüchtlinge am touristischen Arbeitsmarkt

Chancen für Flüchtlinge im Tourismus

Die Situation mit den Flüchtlingen in diesem Herbst hat zu einer weitreichenden Diskussion in der Gesellschaft geführt. Dabei kam die Frage auf “was all die Menschen denn machen sollen”?! Der Tourismus, als einer der größeren Branchen in Europa hat Potential einen Großteil positiv dazu beizutragen. Urlauber auf Reisen sind sowieso schon gewöhnt mit “Menschen, anderer Herkunft” zu verkehren und das Personal im Tourismus ist branchenbedingt sowieso immer sehr international gewesen. Daher liegt es nur nahe, hier mehr Möglichkeiten zu schaffen!

Das Thema “Flüchtlinge am Arbeitsmarkt – Chancen & Ausbildungsmöglichkeiten in der Hotellerie” war Thema beim Branchentreff, organisiert von der Arcotel-Hotelgruppe. Gabriela Sonnleitner, Geschäftsführerin vom Hotel Magdas erzählte die Geschichte ihres Hotels und gab dabei wertvolle Tipps für die gesamte Hotel-Branche.

Internationale Belegschaft

Im Hotel Magdas arbeiten derzeit 20 Mitarbeiter mit Asylhintergrund und zusätzlich 10 Hotelexperten. Die Mitarbeiter mit Asylhintergrund sind jedoch nicht nur Hilfskräfte sondern nehmen verantwortungsvolle Rollen wahr – bis hin zu Führungspositionen . Diese Menschen sind oft gut qualifiziert jedoch fehlt es ihnen an Expertise über den lokalen Markt und dessen Anforderungen. Ein Hotel ist überall gleich – Bett ist Bett – aber die Art und Weise der Darbietung und des Services ist doch sehr unterschiedlich. Und hier bedarf es vor allem an eines: Schulung und Weiterbildung!

Die Menschen, die nach Österreich kommen suchen hier ein besseres Leben. Sie sind also oft sehr motiviert. Was sie brauchen ist ein wenig Hilfe um auf die lokalen Gepflogenheiten aufmerksam gemacht zu werden und das ist das Ziel vom Hotel Magdas.

Wichtig zu erwähnen ist, dass das Hotel Magdas kein reines Sozialprojekt von der Caritas ist, sondern vielmehr ein ernstzunehmendes Pro-Profit Hotelunternehmen. Die Auslastung im August 2015 betrug 65% und im September 2015 sogar 78% – in Anbetracht der damaligen Sondersituation mit der Hitzewelle ein mehr als passables Ergebnis.

Chancen für Menschen mit Migrationshintergrund in der Hotellerie

Das Hotel Magdas hat es vorgezeigt und viele Branchenkollegen folgen. Auch die Arcotel-Gruppe zeigt Verantwortung und möchte jetzt einigen Flüchtlingen eine Ausbildungsplatz ermöglichen.

Unterstützung finden interessierte Hotels und Betriebe bei Lobby 16 – einem gemeinnützigen Verein, die sich für das Recht auf Bildung und Weiterbildung junger Flüchtlinge einsetzt. Lobby 16 schult junge Menschen hinsichtlich einer gewünschten Ausbildung und berät auch Betriebe, wie diese solche Mitarbeiter am besten integrieren können. Der Verein begleitet die Flüchtlinge auch nach der Übernahme durch einen Betrieb und bleibt aufklärend tätig.

Durch den zunehmenden nationalen Fachkräftemangel wäre eine Erweiterung auf internationale Mitarbeiter für beide Seiten eine sehr gute Gelegenheit diese Bedürfnisse zu erfüllen. An Motivation und Leistungsbereitschaft mangelt es diesen nicht und mit ein wenig Hingabe kommt man so zu guten und freundlichen Mitarbeitern. Wo es an Deutsch mangelt, machen sie es mit der Kenntniss vieler Fremdsprachen wett – viele der Menschen im Hotel Magdas sprechen 4 Sprachen und mehr. Eigentlich ideal für einen weltoffenen Tourismus wie er in Österreich zu finden ist.

Gabriela Sonnleitner möchte die ganze Tourismusbranche dazu ermutigen, Menschen mit Migrationshintergrund einzustellen. Klar, muss man sich die Leute gut anschauen aber die Mühe lohnt sich – es sind echte Perlen dabei und die Menschen verdienen es, ihr Potential zu aktivieren. Durch Weiterbildung und “Liebe zu den Menschen” kann man hier ganz schnell viel Gutes schaffen und gleichzeitig für sehr viel positive Reputation sorgen.

 

Mehr über das Hotel Magdas erfahren.

Mehr über Lobby 16 erfahren.

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