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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

06.02.2015

Internet-Buchung: das POPO-Prinzip

Urlaub am Bauernhof Website hat attraktive, einfache Anfrage und Buchungssysteme

Früher ging man ins Reisebüro, lies sich beraten, fragte eventuell in einem zweiten und buchte dann. Danach kam der Online-Trend und heutzutage, wenn man in ein Reisebüro geht so vergleicht man direkt nebenbei am Handy oder Tablet die Preise. Oder man sucht überhaupt online und kauft anschließend im Reisebüro schon in Kenntnis der Marktpreise – kurz: Plan online, Purchase offline – das POPO-Prinzip!

Denn gerade wer eine Reise machen will, informiert sich im Internet und vergleicht auch die Preise in den althergebrachten Reisebüros. Und das sollte auch so bleiben, wenn man die Ergebnisse eines Tests sieht, den die Stiftung Warentest gemacht hat (“test”-Ausgabe 2/2015).

Buchung: offline und online gleich auf

In diesem Text verglichen Prüfer die Preise für klassische Pauschalreisen wie Badeurlaub in der Türkei direkt nach Verlassen der Reisebüros mit den Angeboten im Internet. Der Preis war gleich. Getestet wurden 15 überregional bedeutende deutsche Reisebüroanbieter.

Sind alle Details einer Reise identisch, gibt es eine sogenannte Preisparität weil die Preishoheit beim Veranstalter liegt. Online-Anbieter dürfen somit keine Rabatte auf eine Reise gewähren. Das Argument, die Buchung im Internet spare Zeit, sieht die Stiftung Warentest nicht bestätigt: Aufgrund des großen Angebots im Netz könne die Buchung lange dauern. Des Weiteren können Reisebüros Rabatte durchaus haben oder an ihre Kunden weitergeben.

Planung online – Bezahlung offline

Der Test war auf den Bereich Pauschalreisen begrenzt und es gibt starke Unterschiede bei Einzelbuchungen. Was sich aus dieser Studie jedoch herauslesen lässt ist, dass es extrem wichtig ist die verschiedenen Plattform entsprechend aufzubereiten.

Die Mobilversionen und Apps werden ganz klar zur Inspiration und Ideenfindung verwendet, Buchungen sind hier außer im Business-Bereich noch rar gesäht da einfache und sicher Bezahlmöglichkeiten fehlen. Mit schlechter Internetverbindung ist oft mal schnell die Seite weg und viele User trauen sich da noch nicht darüber hinweg.

Webseiten für Desktop-Geräte sollten schon mehr Details verraten und genauer auf die Inhalte der Pakete und Leistungen eingehen. Hier ist auch ein gut funktionierender Webshop relativ leicht zu integrieren und die User sind schon gewohnt damit umzugehen.

Plattformübergreifendes Denken

Das wichtigste im Jahr 2015 ist wohl das plattformübergreifende Denken – Stichwort User-Journey: Die User benutzen nicht mehr nur eine Plattform sondern informieren sich über das Handy (Inspiration), planen die Reise über den PC und buchen immer noch gerne offline im Reisebüro. Das sollte möglichst einfach funktionieren zum Beispiel mit selbst gestaltbaren Reisen die anschließend einen Link bekommen welchen man auch teilen kann.

Ob das über eine Anmeldung (ist gleich auch Community-Pflege) oder generische Links (schneller und einfacher als Anmeldung) erfolgt bleibt eine strategische Entscheidung. Es sollte nur auf jeden Fall in der einen oder anderen Art integriert werden denn nicht selten bekommt man Daten/Ideen/Pläne vom Handy nur schwer auf den Desktop-PC und umgekehrt.

Fazit

Wie potentielle Kunden die Medien verwenden ändert sich laufend. Die neue Generation legt auf ganz andere Dinge wert als noch die Älteren. Eine genaue Analyse der Zielgruppe geht daher einer Plattform-Strategie zu vor und ist die Grundlage für Planung von Content und Aufbereitung.

Die neuen digitalen Trends und Innovationen machen eine direkte Ansprache des Gastes umso leichter. Gleichzeitig verändert sich auch die Customer-Journey sodass alte Wege oft nicht mehr aktuell sind. Touristiker sind gut beraten hier Adaptionen einzuführen um Schranken und Barrieren abzubauen.

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