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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

13.11.2014

“Mobile First” in der Online-Strategie

Nutzung von Smartphones und Apps zur Urlaubsplanung

Eine neue Expedia-Studie hat gezeigt, dass sich Menschen im Urlaub so gut wie gar nicht von ihren mobilen Geräten trennen wollen. 94% der Freizeiturlauber und 97% der Geschäftsreisenden nehmen mindestens ein mobiles Gerät mit auf die Reise.  Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung und unterstreicht die notwendige Ausrichtung auf diesen Trend. Nichtsdestotrotz haben viele Hotels und Destinationen diesen Trend verschlafen…

Mobile First

Die Expedia Umfrage hat auch festgestellt, dass Mobiltelefone nicht nur vor einer Reise verwendet werden, also um zu recherchieren und zu buchen, sondern auch stark während der Reise selbst. Mobile Plattformen werden immer häufiger genutzt um Mahlzeiten zu buchen, mit dem Reiseveranstalter in Kontakt zu treten oder sich über Ausflugsmöglichkeiten zu informieren. Zusätzlich sind die modernen Foto- und Video-Aufnahme-Technologien bestens geeignet um sie mit Freunden und Familie zu teilen.

Mehr als drei Viertel der Reisenden berichten, dass ihnen Smartphones in ihrem täglichen Leben “sehr wichtig” oder sogar “kritisch wichtig” sind. Und das sollte keineswegs nur als ein westliches Phänomen betrachtet werden. Laut Expedia-Umfrage waren Inder mit 95% am meisten von Smartphones in ihrem Alltag abhängig.

Ein interessanter Punkt ist dabei, dass die Urlauber das Smartphone häufiger auf Reisen als im Alltag nutzen. Das passiert bereits bei mehr als einem Drittel (35%). Da wundert es auch kaum, dass die Verfügbarkeit und Preisgestaltung von WIFI tatsächlich Auswirkungen die Kaufentscheidung (für 56% der Reisenden) von Flug und Hotel besitzt. Viele Menschen , die Mobiltelefone für die Reisebuchung verwendet haben (28%), buchen auch weitere Leistungen während der Reise.

Service-Design und Online-Strategie

Nutzung mobiler Geräte im Urlaub

Nutzung mobiler Geräte im Urlaub

Es gibt mittlerweile einige Studien zu diesem Thema und alle zeigen wie wichtig eine mobile Strategie sit – nur der Buchungs- und Reisealltag sieht oft anders aus. WIFI gibt es nur umständlich gegen Anmeldung oder hohen Gebühren, bei Buchungen werden Schranken, wie komplizierte Bedienung und Bezahlvorgänge, in den Weg gestellt und Seiten sind nicht für mobile Geräte optimiert. Das ist natürlich ein wenig überspitzt formuliert doch es ist immer wieder erstaunlich wie wenige Hotels und Destinationen eine wirklich ausgefeilte mobile Strategie implementiert haben.

Service-Design und -Qualität sind immens wichtig geworden. Wo früher eine einfache Webseite und ein Google-Eintrag gereicht haben, kommt man heute nicht um eine umfassende Online-Strategie herum. Mit Hilfe von Customer-Journeys und Blueprint-Modellen kann man sehr gut analysieren wo Kontaktpunkte (Touchpoints) mit dem Gast vorkommen und wie diese gestaltet werden müssen damit ein Geschäftsabschluss auch statt findet (Stichwort: Experience Design)

Marketing-Strategien entwickeln

Touristiker sollten daher versuchen Content-Strategien zu entwickeln, die auf Mobilität, Lokalisierung und Unmittelbarkeit basieren. Social-Media-Kompatibilität sollte ebenfalls berücksichtigt werden und wenn möglich auch die Schaffung einer Gemeinschaft/Community über die Social-Media Plattformen. Foto und Video-Sharing steht genauso in der Mitte einer jeden mobilen Strategie, da diese die meiste Aussagekraft besitzen. Des Weiteren wollen Reisende auch konkrete Informationen weshalb Karten und Wetterberichte besonders wertvoll sind.

Reisende im Allgemeinen und insbesondere die Millennia-Gruppe, werden zunehmend mobiler und “sozialer” wenn es um die Einstellung zum Tourismus geht. Dies sollte in Zukunft viel stärker in den digitalen Strategien der tourismusverwandten Unternehmen zum Ausdruck kommen!

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