Location Based Services im Tourismus: Facebook Places, Foursquare auch in Österreich nützen!

Schon lange habe ich mir vorgenommen meine Erfahrungen zu Mobile Marketing im Tourismus hier zu teilen, ganz vorne dabei: Location Based Services. Ziel meines Blogposts ist es touristischen Unternehmen einen ersten Überblick über Chancen und Möglichkeiten zur Integration von Location Based Services in den digitalen touristischen Marketing-Mix (Online Brand Management) zu geben.
Nach Foursquare, Gowalla, SCVNGR, Qype und vielen anderen “Location Based Services” gibt es für Gäste und solche die es noch werden wollen nun auch in Österreich die Möglichkeit auf Facebook Places “einzuchecken” und der Welt mitzuteilen wo man sich gerade aufhält. Aus Sicht der Kommunikation faszinieren mich die neuen Möglichkeiten die sich bieten, aus Sicht eines werbe-aversen Konsumenten bin ich aber noch durchaus kritisch eingestellt, im Blogpost “Ist ein Rabatt meine Freiheit wert?” wird ein guter, kritischer Blick auf das Thema geworfen.
Auf den ersten Blick ist nicht gleich ersichtlich wozu und wofür man das tun sollte, allerdings verursacht der Spieltrieb, die Chance auf mögliche Schnäppchen, Info-Lust am Aufenthaltsort von Freunden und Bekannten und die Bereitschaft Informationen im Web zu teilen den Erfolg dieser im Kürzel “LBS” genannten Online-Instrumente. Gemeinsam haben aber alle das sogenannte “Ein-Checken”, d.h. Bekanntgeben an welchem Point of Interest man sich gerade befindet.
Es gibt auch in Österreich schon KollegInnen im Bereich digitaler Kommunikation die sich auf “mobile services” und “mobile marketing” spezialisieren, z.B. Digital Affairs betreibt ein eigenes Blog dazu und die KollegInnen von Ambuzzador die in einem sehr umfangreichen Blog-Post genau beschreiben warum und wie man Facebook Places nun auch in Österreich beachten sollte.
Fazit und Empfehlung:
Foursquare, Gowalla, Qype und Facebook Places beeinflussen definitiv die Wahrnehmung touristischer Marken durch (potentielle) Gäste. Aus meiner Sicht haben die Location Based Services im Tourismus dzt. aber noch überschaubare Reichweiten, man darf sich daher nicht sofort große Erlöse und Reaktionen erwarten, Potential haben diese aber zumindest in touristisch stark frequentierten Regionen. TouristikerInnen sollten daher damit experimentieren, spätestens seit Facebook Places nun auch in den meisten europäischen Staaten genutzt werden kann öffnet sich für TouristikerInnen hier ein ungeahnter, kostengünstiger Kommunikations-Kanal.
Location Based Services im Tourismusmarketing, ein paar Ideen aus dem internationalen Tourismus-Bereich, allen voran die Tnooz “How to”-Serie “Designing a succesful mobile strategy for travel” und ein “How-To”-PDF Download aus Australien:
Best Practices:
Inzwischen gibt es auch etliche Beispiele im Tourismus die Foursquare und Facebook Places bereits eingesetzt haben, in den USA und einigen europäischen Ländern war der Dienst nämlich schon länger verfügbar:
- Visit Britains Love UK Places Aktion
- Lufthansa – Oktoberfest Promotion (Der Haken – es gab kaum WLAN um online “einchecken” zu können!)
- KLM (Verschiedene Check-In Promotions bei Flugantritt)
- British Airways, travelocity – ein Online Reise-Veranstalter aus UK
- tourism Chicago (Besucherlenkung)
- tourism Queensland (Besucherlenkung, rabattierte Eintritte bei Check-Ins, ausgezeichnete crossmediale Vernetzung)
- Starbucks und ein Forrester-Blogpost wie man aus dem Starbucks-Beispiel lernen kann und es NICHT machen sollte.
- McDonalds zeigt auch wie es geht …
Ich empfehle aus Gründen der Relevanz und Anzahl der Nutzer von Check-In Services sich dzt. auf folgende Tools zu konzentrieren:
- Foursquare – Als Unternehmen anmelden und eigene “Badges” einsetzen oder mit “coupons” direkt bei Check-Ins werben (bei Check-Ins in der Umgebung erscheint dann ein kurzer Werbebanner mit einem Coupon-Hinweis des Unternehmens, dies können Hotels, Hütten, Freizeitbetriebe zur kurzfristigen Nachfragesteuerung und Destinationen zur Besucherlenkung einsetzen). Detto können vor Ort mit Aufkleber (Check in bei Qype, Foursquare, Facebook) Vergünstigungen z.B. Kaffee als Dankeschön für Check-In und Verteilung dieser Info an alle Freunde angeboten werden)
- Facebook Places – Wie oben, allerdings bin ich selbst noch am experimentieren wie man Places mit der neue Facebook Deals Funktion verknüpfen kann. Update folgt. Ansonsten empfehle ich meinen KundInnen immer darauf zu achten, daß die Präsenz auf Facebook VOR ORT zu optimieren. Das bedeutet Gäste auf Facebook Pages, Places, Foursquare, Qype direkt im Betrieb aufmerksam zu machen z.B. im Lift, an der Rezeption, in der Hotelmappe, in der Frühstückspost etc. In der Tourismusregion selbst: in allen Wartesituationen können Destination Management Organisationen, TVBs etc. Facebook und andere Location Based Services zur Besucherlenkung und Marken-Promotion einsetzen, Ideen wäre z.B. Aufkleber oder Plakate bei Kassen, Eingängen, auf Liftsitzen und in Gondeln, an Litfass-Säulen usw.
- Qype – Ist ein interessanter Social Media Player v.a. in Deutschland stark verbreitet. Qype hat zum Ziel Informationsplattform zu sein, d.h. Mitglieder sollen alle interessanten Dinge in der Nachbarschaft mit seinen Freunden zu teilen und hat seit 2 Jahren auch eine qype.at Präsenz aufgebaut.
- In Österreich gibt es das Pendant Tupalo dazu, auch dort kann man einchecken, allerdings ist die App und das Benutzen dzt. noch nicht so attraktiv wie die des deutschen Mitbewerbs. Aber: Ich glaube dennoch an Euch, Burschen! Weiter so!

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3 Kommentare
Es gibt hier noch eine Lösung die den Kunden noch schneller auf die Facebook Fansite bringt http://www.loop21.net .
[...] Manuel: Es gibt hier noch eine Lösung die den Kunden noch schneller auf die Facebook Fansite bringt http://www.loo...(Artikel: Location Based Services im Tourismus: Facebook Places, Foursquare auch in Österreich [...]
Ok – ist ja nett. Was hat Sölden der Versuch gekostet? Wieviel Budget braucht man um ein ganzes Skigebiet mit diesen Mountainment Lösungen WLAN fähig zu machen und Location Based Services anzubieten?