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19.01.2017

Handy & Apps für die Urlaubsplanung: 3 Empfehlungen für DMOs

Handy & Apps für die Urlaubsplanung - 3 Empfehlungen für DMOs

Wenn es ums Reisen geht, dann ist der erste Schritt hauptsächlich der Griff zum Smartphone. Sei es um Preise zu vergleichen, sich nähere Informationen zu holen, ein bestimmtes Detail nachzusehen oder sich einfach inspirieren zu lassen. Das Handy ist ein zentraler Begleiter auf der gesamten Customer Journey im Bezug auf Tourismus und Reisen.

Um nähere Details über dieses Nutzungsverhalten herauszufinden, ist Google eine Partnerschaft mit Ipsos eingegangen. Zusammen haben sie eine Studie in die Wege geleitet, die erforschen möchte, inwiefern Smartphones eine Rolle bei der Reiseentscheidung spielen, das heißt warum sie kritisch für Informationen vor, während und nach einer Reise sind.

Diese Studie erläutern wir heute aus touristischer Sicht und haben 3 klare Empfehlungen für alle touristischen Organisationen erarbeitet.

Urlaubsplanung: Wichtigsten Erkenntnisse über Handys und Apps

Geht es um die Urlaubsplanung, dann standen folgende Erkenntnisse im Raum:

  • Smartphones sind Touristenführer
    Vor allem in sogenannten “i want to go” Momenten wird auf das Handy zurückgegriffen. Damit ist jener Moment gemeint, wo die Gäste einen bestimmten Ort/Geschäft/POI suchen und wissen wollen, wie sie hinkommen und was es dort noch so alles gibt. Häufig tun sie dies auch schon vor der Reise und suchen dazu passende Aktionen und Rabatte.
  • Apps werden für Kundenprogramme (Loyalität) und einfacherer Handhabung der Prozesse (convenience) verwendet
    Geht es um Apps, dann hat sich herausgestellt, dass Apps primär dazu verwendet werden Loyalitätsprogramme zu verwenden und Eintrittskarten zu verwalten. Mobile Seiten dagegen sind primäre Anlaufstelle um mögliche Aktivitäten zu identifizieren.
  • “Einfach” ist der Schlüssel zum Erfolg
    Einfache Navigation und Bedienung von Apps und mobilen Seiten ist fast doppelt so wichtig, als alles andere. Einfachheit ist daher der Schlüssel zu Popularität!
  • App-Größe schadet der Verwendung
    Der Speicherplatz ist oft rar. Es macht daher durchaus einen Unterschied wie viel Speicherplatz eine App auf dem Handy in Anspruch nimmt. Ist die Größe zu hoch, dann ist dies der primäre Grund für eine Deinstallation der App.
Nutzung von Smartphones und Apps zur Urlaubsplanung

Nutzung von Smartphones und Apps zur Urlaubsplanung – oft wird unterwegs recherchiert!

Top 3 Hauptverwendungen von Smartphones

Für eine Reiseplanung ist das Mobiltelefon nicht mehr wegzudenken. Hier die Top 3 Aktivitäten, die die User im Bezug auf eine Reise vornehmen:

  • 44% suchten nach Rabatten und Aktionen
  • 35% suchten nach möglichen Aktivitäten bevor sie die Reise angetreten haben
  • 32% suchten nach möglichen Aktivitäten während der Reise

Im Bezug auf die oben genannten Schlüsselfaktoren ergeben sich daraus 3 Ableitungen für DMOs und Tourismusorganisationen.

Handy & Apps für die Urlaubsplanung – 1. Empfehlung für DMOs: Stakeholder einbinden

Der App-Markt ist keineswegs tot und Reise-Apps werden gerne verwendet… vorausgesetzt sie sind leicht zu nutzen, brauchen wenig Speicherplatz und bietet einen eindeutigen Mehrwert gegenüber der mobilen Seite!

Die User suchen vor allem nach Angeboten und Aktivitäten und das heißt, dass ein breiter und gleichzeitig spezifischer Inhalt zu finden sein sollte. Vorgefiltert durch Geo-Location, (Jahres-) Zeit und Alter kann man schon jetzt sehr gut passende Optionen ausspielen.

Durch die Einbindung der Leistungsträger können auch App-exklusive Angebote entwickelt werden, die nur ultra-lokal oder zeitlich stark begrenzt gültig sind. Durch die Position des Benutzers ist so etwas leicht zu steuern und Menschen lassen sich gerne durch spontane, und diesem Augenblick relevante Angebote, inspirieren. Ist man etwa den halben Tag schon unterwegs – warum keine Einladung zum lokalen Schnitzelwirt? Reservierung und Menükarte direkt in der App anrufen und das Bier dazu gratis bekommen.

Handy & Apps für die Urlaubsplanung – 2. Empfehlung für DMOs: Reiseorganisation erleichtern

Die Hauptfaktoren für einen App-Download sind:

  • Einen bestimmten Prozess/Aktivität einfacher zu machen
  • Empfehlung durch Dritte
  • Zugang zu Rabatten, Angebote und Aktionen
  • Einen Kauf abzuschließen
  • Eine bestimmte Belohnung für den Download zu bekommen
  • Ähnliche Erfahrung mit einer anderen App
  • Zugang zu einer Aktivität, die auf der mobilen Seite nicht verfügbar ist (Exklusivität)

Wieder im Bezug auf die Hauptnutzungsfaktoren bedeutet das, dass man das Leben der User so einfach wie möglich machen sollte: Reservierungen, Eintrittskarten, passende Angebote zum richtigen Zeitpunkt, Wetterinfo bzw. Warnung, Einblendung von dynamischen Schlechtwetteralternativen, exklusive Inhalte und Angebote, etc.

Die App sollte dazu dienen, die Reiseorganisation zu vereinfachen und nicht zu verkomplizieren. Die wichtigsten Dinge ganz oben einblenden und ev. mit location-based-services kombinieren. Warum kein Sender vor einem Eintritt? Die App registriert den Sender und blendet die dazugehörige Eintrittskarte ein oder informiert über eine Push-Mitteilung über passende Informationen zum POI.

Handy & Apps für die Urlaubsplanung – 3. Empfehlung für DMOs: App-Entwicklung gut überlegen

Oft wird die App als 2. mobile Seite gesehen wobei die kritischen Erfolgsfaktoren nicht eingehalten werden (Bedienbarkeit, Größe der App). Das wirkt sich fatal auf die Nutzungsrate aus und führt zu einer negativen Kritik mit dem Ergebnis, dass immer weniger User die App überhaupt ausprobieren.

Die App-Pflege kostet viel Zeit und Ressourcen. Dieser Einsatz sollte nicht unterschätzt werden und ist ähnlich wie eine Webseite, nie abgeschlossen. Im Gegensatz dazu bekommt man aber loyale User und Gäste, die einen Skaleneffekt bewirken.

Die Preise für eine komplexe App sind der einer komplexen Tourismuswebseite nicht mehr fern. Appbausteinkästen reduzieren zwar die Kosten für die Entwicklung, jedoch geht der Rest anschließend für die Pflege und Wartung drauf… die Entwicklung sollte daher gut überlegt werden und sämtliche Kosten für die Lebensdauer der App (3-5 Jahre) eruiert werden!

Übrigens: Wenn der Inhalt gut gemacht ist, dann sind User unter Umständen dazu bereit für die App auch etwas zu bezahlen.

Link zur Google-Studie über “How people use their phones for travel”

 

Mehr erfahren über die richtige Kommunikation mit dem Gast im Web und vor Ort!

 

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