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“Man kann nicht nicht kommunizieren.”

(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

05.12.2016

User Experience im Tourismus Trendupdate November 2016

User Experience im Tourismus Trendupdate November 2016

Die User-Experience im Tourismus, das heißt die Gäste-Erfahrung vor Ort verschwimmt zunehmend mit dem digitalen Erlebnis. Die analogen und digitalen Berührungspunkte verschmelzen zunehmend und eröffnen ganz neue Möglichkeiten wie Gäste eine Region erleben und mit ihr interagieren.

Die aktuelle Technik unterstützt diese Situationen, schafft aber gleichzeitig auch neue Barrieren für all jene, die nicht mit diesen Technologien klar kommen. Es geht daher um die Umsetzung komplexer menschlicher Beziehungen und Interaktionen in der digitalen Welt.

Zu diesem Zweck haben wir ein Trendupdate über User Experience vorbereitet…

Interfaces der Zukunft

Das Interface, also die Interaktionsoberfläche ist extrem wichtig. Die Interaktionsart zwischen Menschen ist Sprache, Gestik und Mimik, jene mit dem PC aktuell Maus, Tastatur und/oder die Finger. Sprachsteuerung hat sich kaum durchgesetzt, sie funktioniert zwar, jedoch scheinen viele Menschen nicht gewillt zu sein mit Maschinen zu sprechen. Es scheint unnatürlich und man bevorzugt lieber andere Eingabearten.

Dabei ist die Steuerung keineswegs auf Schreiben, Wischen oder Klicken beschränkt: die Produktdesigner entwickeln ständig neue Arten wovon wir hier einige vorstellen möchten:

Steuerung durch Näherungssensor (NFC)

Hält man ein programmiertes Gegenstück zum Sensor, dann wird eine Aktion ausgelöst. Die Anwendungen sind vielfältig: zum Beispiel eine digitalen Sparbüchse: mit dem Handy vorbeigehen, einzahlen, Kontostand checken, an Weltspartag erinnern etc.

Im Hotel bezahlt man heut schon mit dem Funkarmband im Wellnessbereich und die meisten Carsharing-Modelle funktionieren auf diese Art und Weise. Der Vorteil diese Technologie: die Benutzung ist bekannt und wird aufgrund seiner Einfachheit geschätzt.

Anwendungsmöglichkeiten im Tourismus: im Skigebiet / Hotel bargeldlos zahlen, Streckeninformationen abrufen, Höhenmeter-Zertifikat ausdrucken, Zutrittssteuerung, …

Steuerung durch Knopfdruck – Amazon Dash-Button

Das ist ein kleines Gerät, das man in der Nähe von Verbrauchsartikel platziert. Geht der Verbrauchsartikel zur Neige, so kann man auf den Knopf drücken und löst damit einen automatischen Bestellvorgang aus.

Die Anwendungsfälle sind noch “Spielerei” jedoch steht diese Technologie erst am Anfang. Diese kontextuelle Wunschäußerung birgt sehr viel Potential, gerade im Tourismus.

Das wäre etwa für Hotels sehr praktisch wie zum Beispiel für das Housekeeping oder der Minibar im Zimmer. Eigentlich alle Orte, wo es ein Inventarsystem gibt.

Steuerung durch Bausteine

Beispielsgebend ist hier die Lern-Raupe von Fisher-Price. Diese Raupe besteht aus einem motorisierten Kopf und acht Segmente, die alle eine andere Funktion besitzen (recht/links lenken, geradeaus, hupen, etc.). Das Kind kann die Teile immer wieder neu zusammenstecken, um den Weg der Raupe zu bestimmen.

Diese Bausteine sind perfekte Beispiele wie eine Anwendungssteuerung aussehen könnte: Bausteine, die durch Form und Farbe ihre Funktion ausdrücken, werden durch die Verbindung individuell verändert. Das Erlebnis wird dadurch völlig neu gestaltet!

Museen, Attraktionen und Lehrpfade machen Spaß und laden zum Experimentieren ein. Das Gästeerlebnis wird durch diese Individualisierung extrem positiv beeinflusst, denn jeder Gast kann sich “sein Erlebnis” selber zusammenstellen.

Steuerung durch augmented-reality-Brillen (Hololense)

Die Brillen sind bei weitem nicht so schwer und klobig wie komplette virtual-reality-Brillen. Man sieht immer noch die reale Welt nur werden digitale Elemente eingeblendet. Die Steuerung funktioniert mit den Fingern, die vor die Kamera gehalten werden (ähnlich X-Box Kinect). Die Brillen werden immer leichter und leistungsfähiger und damit schon fast alltagstauglich.

So kann man Städte, Regionen, Attraktionen und Dinge völlig neu erleben. Die Umgebung wird durch die User (digital) beeinflusst und man kann Nachrichten und Elemente an fixe Orte binden. Grenzen werden nur durch Fantasie (und Budget) gesetzt!

Steuerung durch Kontext

Die künstlichen Intelligenzen werden wohl in naher Zukunft weniger autonom, als vielmehr unterstützend eingesetzt. Sie können durch Ort, Zeit, Eingabe, Historie gewisse Handlungen vorhersehen und entsprechende Optionen anbieten. Das funktioniert jetzt schon sehr gut bei den Wortvorschlägen am Handy oder das Hervorheben von Tageszeiten und Wochentagen mit direkter Kalendereintragsmöglichkeit.

Das kann weitergespielt werden und etwa einem Skifahrer, der schon 4 Stunden unterweg ist, etwas anderes anzeigen, als jenem, der gerade erst angekommen ist. Familien mit Kindern werden Picknickmöglichkeiten und Klos in der Nähe angezeigt und Pärchen schöne Fotospots. Auch hier lässt die Kreativität einiges an Anwendungfälle zu!

 

Hat Ihnen das Trendupdate gefallen? Wenn Sie noch weitere gute Beispiele kennen, dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar und wir vervollständigen die Liste!

 

Mehr erfahren über digitale Strategien!

 

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