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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

23.05.2016

Marken- und Produktentwicklung: Mehr Liegestühle für die Alpen

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Bergerlebnis neu. Alpine Destinationen haben zunehmend die Notwendigkeit sich neu zu erfinden, denn: ”Die Jungen wollen und die Alten können nicht mehr Skifahren – selbst in St. Moritz sind nur noch vier von zehn Gästen Skifahrer”, sagt Jürg Schmid, Chef des Schweiz Tourismus. Die Alpen haben daher ein veritables Nachwuchsproblem und dazu kommen noch Makrotrends wie Klimaerwärmung und zunehmende Konkurrenz durch Städtetourismus.

Die österreichische Wirtschaftskammer und Wirtschaftsminister Mitterlehner loben zwar immer jedes Jahr die “Nächtigungsrekorde”, jedoch sieht man auf den zweiten Blick starke Lücken in der so glanzvollen Statistik aufklaffen. Wie kann man also den Wintertourismus im alpinen Raum zukunftsfähig machen?

Das Nachwuchsproblem der Alpen

Die Alpen haben ein Nachwuchsproblem. Es fehlt im Winter der Skifahrernachwuchs und im Sommer der Coolnessfaktor. Weltweit urlauben die Menschen lieber am Strand (28 Prozent) als am Berg (nur 11 Prozent), sagt Schmid. Während weltweit neue Tourismusgebiete erschlossen werden, schrumpft die Bedeutung der Alpen im internationalen Konkurrenzkampf.

Das haben einige wichtige Destinationen bereits erkannt und sich zur Etablierung einer gemeinsamen Plattform entschlossen: unter der Dachmarke Alpnet finden sich Regionen wie BE!Tourism, Graubünden, Luzern Tourism, Rhône-Alpes, Südtirol, Tirol, Trentino und Valais. Zusammen erreichen sie 245,3 Millionen Nächtigungen – das sind 2/3 der Nächtigungen im Alpenraum und steigen damit zu einem Global Player auf. Ziel der Vereinigung ist den Alpenraum “wieder cool zu machen” und das heißt, innovative Ideen zur Produktentwicklung, Erlebnisinszenierung und Freiraumgestaltung zu entwickeln.

Denn eines darf man nicht vergessen: Es kommen heutzutage mittlerweile doppelt so viele Gäste zum Spazieren in der Winterlandschaft als noch vor 20 Jahren. Die Winterkulisse ist immer wichtiger geworden und die frische Luft, die einzigartige Landschaft und das Wellnessangebot führt zu mehr Erholungsurlaub als Skiurlaub. Daher braucht es nicht eher weniger “schnellere Gondeln”, sondern eher mehr “Liegestühle auf Sonnenterrassen”.

Es gibt auch eine gute Nachricht: zwar bleiben die Gäste kürzer, geben dafür aber mehr aus. Die schlechte: Oft reisen Großeltern mit Kindern und Enkeln an – und alle erwarten ein passendes Angebot.

Weniger Skifahrer, eine andere Gästezusammensetzung und der Klimawandel: wer nicht jetzt neue Geschäftsfelder erschließt droht Gefahr in ein paar Jahren obsolet zu werden.

Neue Wege gehen durch Produkt- und Markenentwicklung - Mehr Liegestühle statt schnellere Lifte für die Alpen

Neue Wege gehen durch Produkt- und Markenentwicklung – Mehr Liegestühle statt schnellere Lifte für die Alpen

Trendforschung und Markenentwicklung

Das Team von tourismusdesign hat schon viele Regionen und Destinationen hinsichtlich Trendforschung und Markenentwicklung begleitet.

Hierbei verfolgen wir einen klar strukturierten Prozess: Zuerst muss man herausfinden was in Zukunft überhaupt relevant sein wird. Dazu kommt dann eine feste Etablierung der Marke um den potentiellen Gästen ein genaues Bild davon zu vermitteln, was sie von der Marke und ihrem Angebot überhaupt erwarten kann. Eine Marke im Tourismus kann daher nur dann erfolgreich sein, wenn sich ihre Werte und Kernbotschaften auch im Angebot wiederfinden.

Ein Ergebnis davon war zum Beispiel die Entwicklung von Ski Ride Vorarlberg wo die Gäste eine Woche lang, im freien Gelände von Nord nach Süd unterwegs sind und entlang des Weges die Region kennen lernen. Geführt werden sie dabei von einheimischen Freeridern, die den Berg und die Gegend bestens kennen. Dieses Produkt beinhaltet alle Elemente, für die Vorarlberg-Tourismus steht.

Ein weiteres Beispiel für die Erstellung eines Masterplanes und der Erlebnisinszenierung ist der Salzburger Almenweg: Wandern von Alm zu Alm ist hier das Kernprodukt und passt damit genau zur Marke des Salzburger Landes.

Wenn Sie mehr über Trendforschung und Markenentwicklung erfahren möchten, so kontaktieren Sie doch einfach!

 

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