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“Man kann nicht nicht kommunizieren.”

(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

04.04.2016

Skurrile Auswüchse der Sharing Economy

Skurrile Auswüchse der Sharing Economy

Die Sharing Economy geht weit über Arbnb und Uber hinaus. Sich Dinge und Dienstleistungen zu teilen ist ganz im Sinne des aktuellen Zeitgeistes: Wider der Verschwendung, weg vom Hochglanz-Prospekt-Tourismus hin zu authentischen Erlebnissen – eine Stadt so zu erkunden wie sie von den Einheimischen wahr genommen wird – das ist, was Reisende heutzutage wollen.

Die meisten Airbnb-Kunden schätzen die Fülle an Informationen und Tipps über Aktivitäten im Häuserblock und da ist es kein Wunder, dass immer mehr Sharing-Konzepte den Weg auf den Markt finden. Dass darunter nicht immer die nächsten Cash-Cows sind, versteht sich von selbst.

Skurrile Auswüchse der Sharing Economy

Früher gab es nur Haustausch und mittlerweile eine eigene Plattform zum Austausch von Haustieren. Wie jeder Trend, so schlägt auch die Sharing Economy aus und produziert manchmal witzige, manchmal skurrile und manchmal überflüssige Auswüchse. Heute stellen wir ein paar vor…

Wegfindung ohne Himmelsrichtungen

Walc, eine neue Navigations-App führt die Nutzer nicht mit Hilfe von Himmelsrichtungen sondern über Orientierungshilfen/Landmarken wie Cafés, Busstationen oder anderen Auffälligkeiten. Der Sinn besteht darin, dass die Handys oft nicht die korrekte Himmelsrichtung angeben bzw. die User damit nicht umgehen können.  Durch eine Orientierung über Landmarken kann hier Abhilfe geschaffen werden.

Allerdings stellen sich hier auch ein paar signifikante Fragen: Wer trägt diese Landmarken ein? Was passiert, wenn sich etwas ändert? Was, wenn das rote Cafe am Eck plötzlich eine grün-gelbe Imbissbude wird oder die orange Tonne verschwindet?

Der initiale Aufbau sowie der regelmäßige Pflegeaufwand scheint hier sehr hoch, denn in einer Stadt ändert sich ständig etwas. Und kann man die App nicht zum Großteil ohne Änderungsmeldungen nutzen, dann wird der Aufwand für die Nutzung im Vergleich zu den herkömmlichen Navigations-Apps zu hoch.

Es ist eine interessante und unterhaltsame Idee und es bleibt zu warten, wie die Frage der Wartung gelöst werden kann. Ist die User-Basis zu klein und die Navigation nicht “brauchbar”, dann wird es schwierig.

Chillige Bude für Sternbeobachtung gesucht

Eine weitere Idee innerhalb der Sharing-Economy betrifft eine etwas alternativer Freizeitaktivität: auf der Buchungsplattform “Bud and Breakfast” kann man Marihuana-freundliche Unterkünfte suchen – inklusive Privatvermieter natürlich. Nicht nur Zimmer gibt es hier, sondern auch direkte Quelle für philosophische Stunden und damit eine witzige Idee für einen konkreten Nischenmarkt.

Hier liegt die Problematik eher im offensichtlich rechtlichen Rahmen – es muss gewährleistet werden, dass Angebot und Nachfrage nur im rechtlich legalen Rahmen stattfinden und nur in jenen Bundesländern bzw. Staaten angeboten wird, wo das gesetzlich gedeckt ist…. sonst könnte man der Polizei gleich eine Liste mit den Adressen schicken.

Teile deinen Hund

Plattformen wie BorrowMyDoggy, Rover.com und DogVacay verbinden Menschen mit Haustieren und jenen, die aus welchen Gründen auch immer keine besitzen aber die Vorteile von Tieren genießen möchten. Auch im Falle eines Urlaubes oder Krankheit kann man über diese Sharing-Plattformen Ersatzherrchen und -Frauchen suchen.

Ob das so gut für die Tiere und die Menschen ist, bleibt dahingestellt!

 

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