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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

29.02.2016

Mobiles Internet im Urlaub – online unterwegs

Online unterwegs - mobiles Internet im Urlaub

Das Handy als ständiger Begleiter und als Tor zu Freunden, Verwandten und Bekannten. Deshalb legt es auch kaum einer aus der Hand – die Nutzungsraten pro Tag sind immens denn ständig gibt es etwas neues, das sich lohnt mit anderen zu teilen. Das ändert sich auch nicht im Urlaub.

Die Destinationen sind mittlerweile internettechnisch gut aufgestellt, ganze Bahnhöfe oder Innenstädte verfügen über freies W-Lan und in den meisten Hotels bekommt man schon zu guten Konditionen einen Internetzugang. Das sind sehr gute Tendenzen wenn man bedenkt, dass immer mehr Menschen, immer öfters online sind. Grund genug die Details näher zu betrachten.

Doch wer nutzt überhaupt Internet im Urlaub, was sind Nutzungstreiber & -Barrieren, was wird überhaupt im Internet gemacht und welche Apps finden besondere Aufmerksamkeit?

Alle Daten wurden aus der folgenden Studie verwendet: Österreich Werbung, „Online unterwegs – Mobiles Internet im Urlaub“, Deutsche Reiseanalyse 2015

Wer nutzt das Internet im Urlaub am meisten?

Smartphones werden immer beliebter. Diese kleinen Mini-Computer sind klein genug um in jede Tasche zu passen. Sie sind praktisch, da man die gesamte Lebensorganisation darüber abwickeln kann – von Terminen über Recherchen und Emails bis hin zu Entertainment in all seinen Farben. Der Austausch mit seinen Freunden hört auch im Urlaub nicht auf und es wird auf allen Ebenen kommuniziert: per Sprachanruf, per Messenger oder durch etwas, was nur noch die Veteranen kennen: per SMS.

Die Nutzungsfrequenz nimmt auch im Urlaub nicht ab. Fasst man WLAN und Mobilfunk zusammen, so sind von den 45% „echten Mobilnutzern im Urlaub“ ganze 29% als Intensivnutzer zu identifizieren. Was interessant ist: gerade bei Familien ist der Wunsch größer, während des Urlaubs häufig online zu sein. So waren zwei Drittel der Familien mit kleinen Kindern (0 bis 5 Jahre) und 58% der Familien mit größeren Kindern (6 bis 13 Jahre) im Urlaub per Smartphone/Tablet online. Waren keine Kinder (mehr) im Haushalt, lag der Anteil nur bei 42%.

Online im Urlaub: Nutzungstreiber und -barrieren

Jeder kennts: man kommt an, aktiviert das WLAN und findet nur geschlossene Netze oder trifft auf Paywalls. Das nervt! Die Studie zeigt genau das: die Verfügbarkeit von kostenfreien WLAN-Zugängen in der Unterkunft ist der relevanteste Treiber für eine verstärkte Nutzung von Smartphone/Tablet während des Urlaubs (60%). Dies gilt auch für kostenfreie WLAN-Zugänge an öffentlichen Plätzen (54%). Kumuliert sprechen sich somit 73% für kostenloses WLAN aus.

Das dritthäufigste Argument betrifft ebenfalls die Kostenseite: Günstigere Mobilfunkgebühren für den Internetzugang könnten 43% der Smartphone-/Tabletbesitzer zu einer verstärkten Onlinenutzung im Urlaub verleiten doch das ist Aufgabe der EU-Legislatur und weniger der DMOs.

Interessant dabei ist dabei der Fakt, dass Argumente ohne Kostenbezug deutlich weniger ins Gewicht fallen: 32% nennen „überhaupt eine Internetverbindung“ als Argument, 30% wünschen sich schnellere Internetverbindungen und jeweils 10% wollen bessere Infos zu den Mobilfunkgebühren, mehr oder bessere Apps bzw. ein technisch besser ausgestattetes Endgerät.

Hier bietet sich vor allem Location Based Services und WLAN-Entertainment durch die DMO/den Tourismus-Anbieter an. Solche Systeme erlauben dem Kunden einen Internetzugang zur Verfügung zu stellen und liefert dabei gleich die relevantesten Informationen vorab. Die Gäste bleiben so im System des Anbieters wodurch sie auf ähnlich relevante Angebote des selben Anbieters stoßen (können).

Nutzungsarten – was wird überhaupt im Internet gemacht?

Man denke sich: man packt die Koffer, fliegt hunderte Kilometer um dem Alltagsstress zu entfliehen und dann? Am besten das gleiche wie immer: Mail, Chat und Social Media werden sofort nach der Ankunft  von kumulierten 9/10 Personen angeworfen. (Ähnlich der Popularität von Bratwürstel auf Mallorca)

Etwa gleich viele beziehen allgemeine Infos online, etwa zum Wetter, zur Routenplanung, zu Flug- und Fahrplänen oder lesen Nachrichten. Typisch touristische Informationen werden von etwa 60% genutzt. Dazu gehören Infos zu Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch allgemeine Infos zur Destination wie etwa Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Restaurants und Shops vor Ort und wird von der Hälfte der Mobilnutzer verwendet – ein deutlicher Hinweis an das Destinationsmanagement, dass hier entsprechende Infowünsche seitens der Gäste vorhanden sind.

Die Buchung/Reservierung von Leistungen spielt im Vergleich (noch) eine weniger wichtige Rolle: Rund ein Viertel der Mobilnutzer hat während der Reise das mobile Internet zur Platzreservierung im Restaurant oder Zug, zur Buchung von Unterkünften, Tickets oder Skipässen verwendet.

Die am häufigsten genutzten Anwendungen für Internet im Urlaub sind:

  1. das Lesen oder Versenden von E-Mails,
  2. die Wettervorhersage,
  3. Sofortnachrichtendienste (z.B. WhatsApp, Threema oder Snapchat),
  4. Online-Routenplanung und
  5. Informationen zum Reiseziel.

Welche Apps werden für bzw. während des Urlaubes verwendet?

Apps sind nach wie vor sehr beliebt wenn gleich auch die Neuinstallationsrate etwas gesunken ist. Naturgemäß sind jene Apps besonders beliebt, die nicht ausschließlich für die Urlaubsreise verwendbar sind, z.B. Wetter-Apps, Apps für die Routenplanung oder für Bus und Bahn. Typisch touristische Apps (z.B. Reiseziele, Buchungsportale, …) haben gut 10% installiert – interessanter Fakt: Hier ist man zumeist nicht mit einer einzigen zufrieden.

Der Grund dafür sind oft zwei wesentliche Dinge, die fehlen: gute Usability und relevanter Content!

Die touristischen Apps gehen oft über Wetter, Karte und Kalorienzähler nicht hinaus. Es gibt kaum Mehrwert, kein Storytelling oder interessante Features. Oft wird versucht ALLES in die App zu packen wodurch diese schrecklich zu bedienen sind. Die Touristiker sind an dieser Stelle dazu angehalten über ihr Content-Marketing nachzudenken.

In der Studie wurde auch eine Aufstellung von Korrelationen integriert, die vor allem für Anbieter und Entwickler von touristischen Apps interessant ist und einen Hinweis auf die zukünftige Integration von Services beinhaltet (so könnten z.B. nach der folgenden Liste Ski-Apps um z.B. Camping-Infos erweitert werden oder Routenplanungs-Apps um Reiseziel- und Mietwageninfos). Die genaue Aufstellung ist direkt aus der (kostenpflichtigen) Studie zu beziehen.

Zur Studie: Österreich Werbung, „Online unterwegs – Mobiles Internet im Urlaub“, Deutsche Reiseanalyse 2015

 

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