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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

30.04.2015

Ergebnisse der Reiseanalyse 2015

Noch nie waren die Ausgaben in Deutschland für Urlaubsreisen (ab 5 Tagen) so hoch wie 2014: Sie stiegen gegenüber 2013 auf über € 67 Mrd. Dazu kommen die Ausgaben für Kurzurlaubsreisen (2 bis 4 Tage) von knapp € 20 Mrd.

Das sind zwar Daten aus Deutschland, jedoch für die österreichischen Touristiker durchaus interessant stellen doch die deutschen Urlauber einen signifikanten Gästeanteil dar. Insgesamt überrascht die Reiseanalyse der ITB 2015 nur wenig: bestehende Trends verstärken sich, beliebte Regionen wurden noch beliebter und weniger beliebte wurden noch weniger besucht.

Disclaimer: Alle Inhalte dieses Artikels beruhen auf Daten der deutschen Reiseanalyse, herausgegeben von FUR.

Gute Aussichten für 2015 und Trend bis 2025

Im Jahr 2014 machten knapp 55 Mio. Urlaubsreisende über 70 Mio. Urlaubsreisen. Die Urlaubsreiseintensität liegt somit deutlich über 77% – Dies ist der Anteil der Bevölkerung, der im Jahr mindestens eine Urlaubsreise von mindestens 5 Tagen Dauer macht. Auch bei den Kurzurlaubsreisen sind die Werte mit 33 Mio. Reisenden und 76 Mio. Reisen stabil.

Reiseprognose bis 2025

Laut Prognose der Reiseanalyse bleiben diese Werte bis ins Jahr 2025 in etwa gleich. Die längeren Urlaube (5+ Tage) bleiben gleich bzw. werden geringfügig weniger. Der Trend geht mehr in Richtung Kurzreisen. Wogegen die Reiseintensität und Reisehäufigkeit bei längeren Aufenthalten leicht rückläufig prognostiziert wird, haben die Kurzreisen noch viel Potential nach oben. Die Kurzreisen boomen und Städtereisen sind sehr gefragt.

Urlauber 60+ immer präsenter

Ein weiterer Trend ist die starke Zunahme an älteren Urlaubern. Das ist natürlich nichts neues nur ist gleichzeitig die Größenordnung interessant: Die Reiseanalyse erwartet einen Zuwachs von 70+ Jahren um +2,2 Mio Reisen, von 60-69 Jahren um +4,1 Mio Reisen und dafür einen Rückgang des Urlaubersegmentes 14-59 Jahren um -7,4 Mio Reisen.

Das bedeutet, dass der Marktanteil der 60+ Urlauber auf Kosten der “Jüngeren” von 30% auf fast 40% steigen wird. “Service ist das neue Marketing” wird es heißen um diese Zielgruppe optimal abzuholen.

Reisedestinationen: Meer oder Berge

Wenn es um die zu besuchenden Orte geht, so fährt der Großteil der Deutschen gerne ins Ausland. Dort steht Österreich mit fast 5% recht gut dar. Nachdem der langfristige Trend jedoch eher im sinken ist, kann vermehrt auf Kurzurlaube gesetzt werden. Hier zeichnet sich die Nähe zu Deutschland aus und Österreich liegt mit 3,6% am ersten Platz wenn es um Auslandsreisen geht.

Allgemein zieht es die Deutschen entweder Richtung Meer oder Richtung Berge. Destinationen wie Spanien, Italien oder der Türkei bleiben natürlich beliebt.

Urlaubsformen: Abwechslungsreich aber nicht zu anstrengend

Die wichtigste Urlaubsart der Deutschen war auch 2014 der Strand-/Badeurlaub gefolgt vom Ausruh- und Natururlaub. Der langfristige Trend zeigt eine gewisse Tendenz weg von den Extremen (also „nur“ Ausruhen, „nur“ Action oder „nur“ Kultur). Der multioptionale Kunde von heute vermischt dagegen gerne verschiedene Arten von Urlaub nach dem Motto: bloß nicht zu eintönig, aber bitte auch nicht zu anstrengend. Urlaubsarten, die in dieses Schema passen sind demzufolge auf dem Wachstumspfad.

Urlaubsarten, die sich gut mischen lassen und gleichzeitig nicht zu eindimensional sind, haben das größte Wachstumspotenzial! Reine gesundheitsorientierte Reisen sind eher am Absteigen!

Urlaubsformen Veränderung 2005-2015

Internet – Buchung immer wichtiger

Der Trend zeichnet sich schon seit einigen Jahren ab und überrascht sicher keinen mehr. Aktuell bleibt die Pauschalreise noch die wichtigste Organisationsform und das Reisebüro eine der wichtigsten Buchungsstellen. Es findet ein Strukturwandel zu Gunsten von Einzelbuchungen, Unterkunftsanbietern und Internetportalen statt. Der Treiber dahinter ist die stetige Zunahme der Onlinebuchungen: von 11% aller gebuchten Reisen im Jahr 2005 auf 35% im Jahr 2014.

Es ist zu erwarten, dass schon vor 2020 die Mehrheit aller Urlaubsbuchungen im Internet generiert wird.

Mobile-Trend

Die Menschen benutzen auch unterwegs vermehrt ihre Smartphones. Wo es früher nur Email checken war, werden heute schon relevante Reiseinformationen über das Handy abgerufen. Auch gebucht wird immer öfters wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Nutzung mobiles Internet

Nutzung des mobilen Internet bei der Reiseplanung

Mobiles Internet Nutzungsarten 2014

Mobiles Internet Nutzungsarten 2014

 

Fazit

Dank der Reiseanalyse werden mittel und langfristige Trend mit echten Daten unterstützt. Die Touristiker können schon jetzt auf diese Entwicklungen reagieren um für die kommenden Jahre gewappnet zu sein.

Wie die Nutzung der mobilen Geräte auch zeigt ist, dass Online immer wichtiger wird. Nicht zuletzt hat Google seinen Suchalgorithmus so geändert, dass Webseiten die nicht mobil-optimiert sind, jetzt schlechter gerankt werden. Das sollte nicht nur ein Anliegen für bessere Suchergebnisse sein sondern wie man sieht, profitieren die Kunden auch direkt davon.

Martin Schobert, Geschäftsführer von Tourismusdesign ist überzeugt, dass “Service das neue Marketing ist”. Die Urlauber von heute wollen nur noch jene Information, die sie im richtigen Moment auch brauchen – siehe obere Grafik: Nutzungsarten 2014. Nur dann wird sichergestellt, dass die Gäste weiterhin mehr als zufrieden sind und als unsere Botschafter agieren!

 

Disclaimer: Alle Inhalte dieses Artikels beruhen auf Daten der deutschen Reiseanalyse, herausgegeben von FUR. Die Reiseanalyse kann man auch hier kaufen!

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