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(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

10.12.2014

Google Reisestudie 2014: Customer Journey

Social Media Nutzung

Jedes Jahr gibt es von Google eine neue Studie über den Weg, den User gehen um zu ihrer Reise-Entscheidung zu kommen. Diese Studien werden anschließend auf der Seite Think with Google veröffentlicht wo man die Vorjahresstudien auch nachlesen kann.

Interessant war der Fakt, dass die Studie ein Abebben am App-Gebrauch sowie ein zunehmendes Wechseln von Geräten für die gleiche Reise zeigte.

Googles Travel Study 2014

Google interviewte dafür 3500 Freizeit-Urlauber und weitere 1500 Business-Reisende um Erkenntnisse über deren Buchungs- und Entscheidungsverhalten zu generieren. Um in die Studie mit aufgenommen zu werden mussten die Probanden zwischen 21 bis 64 Jahre alt sein, in den USA leben, nicht im Marketing oder ähnlichen Berufen arbeiten, mindestens einmal pro Monat online gehen und einen Einfluss auf ihr persönliches und berufliches Reiseverhalten besitzen.

Die Studie gilt für den US-Raum jedoch sind Rückschlüsse auf den europäischen Markt möglich. Normalerweise kommen Trends und Technologien immer mit etwas Verspätung auf den alten Kontinent und deshalb ist es gut sich über solche Studien laufend zu informieren um Vorbereitungen zu treffen.

Suchmaschinen immer noch sehr wichtig

Freizeit-Urlauber nutzen Suchmaschinen als erste Anlaufstelle um einen Urlaub zu planen. Diese Nutzung scheint auf Kosten der Apps zu kommen, nichtsdestotrotz werden spezifische Marken-Seiten und Apps insgesamt stärker genutzt als Suchmaschinen.

So sind Suchanfragen für Übernachtungen von 18% auf 24% dieses Jahr gestiegen. Gleichzeitig ist die App-Nutzung für Übernachtungen von 37% auf 31% gesunken. Für Flugtickets ist der Trend recht ähnlich: 45% haben eine App benutzt und 18% eine Suchmaschine. Auch hier hat die App-Nutzung 4% gegenüber dem Vorjahr verloren und die Suchmaschinen-Nutzung 5% gewonnen.

Smartphone Apps werden von Business-Reisenden bevorzugt

Von all jenen die im Frühling 2014 ein mobiles Gerät zur Buchung verwendet haben, haben 45% der Freizeit-Urlauber und 55% der Business-Reisenden eine mobile Seite verwendet. Dem gegenüber steht die App-Nutzung von 40% bei Freizeit- und 63% bei Business-Reisenden.

“Leisure travelers mostly book via mobile websites, while business travelers mostly book via apps – both types of booking method are still key.”

Multi-Platform Urlaubs-Planung

45% der Befragten gaben an, Smartphone oder Tablet zur Reiseinspiration benutzt zu haben. Für die Inspiration und erste Recherche gewinnt daher die Tauglichkeit der eigenen Webseite für mobile Nutzung immer mehr an Bedeutung. Die Studie zeigte ganz klar den Trend der Multi-Plattform Nutzung, egal für welche Art von Suche: Flugtickets, Hotelzimmer, Mietwagen, etc.

Was die Studie noch zeigte war, dass trotz des Mythos, dass User nicht online buchen, die Probanden in einer signifikaten Höhe online Tickets kauften: car rental (20%), air travel (15%), lodging (19%), cruises (25%), and vacation packages (21%).

Das bedeutet gleichzeitig auch, dass die Hälfte der User sich online und mobil zwar inspirieren lassen, jedoch anschließend konventionelle Wege der Buchung wie Telefon oder Email bevorzugen. Um den Wechsel zwischen Plattformen zu untermauern sollte man sich folgene Statistik genauer ansehen:

  • 75% of leisure travelers switch between devices to conduct the same travel-related planning or booking activity for all types of travel (air, hotel, cruise, car rental)
  • 87% of business travelers switch between devices to conduct the same travel-related planning or booking activity for all types of travel (air, hotel, cruise, car rental)

Mobil: Keine Suche nach besonderer Reiseart und -Typ

Egal ob mobil oder Desktop – gesucht werden die gleichen Reisen, Verkehrsmittel, Reiseinformationen, etc. Die Smartphones werden also nicht für spezielle Reisen besonders gerne oder oft genutzt.

  • Travel brand sites/apps (includes Vertical brand sites/apps and Tour operator sites/apps) Computer/Tablet 66% | Smartphone 47%
  • Vertical brand sites/apps (includes Airline sites/apps, Hotel sites/apps, Car rental sites/apps, and Cruise operator sites/apps) Computer/Tablet 64% | Smartphone 43%
  • Search engines Computer/Tablet 47% | Smartphone 43%
  • Online travel agency Computer/Tablet 46% | Smartphone 30%
  • Map sites/apps Computer/Tablet 29% | Smartphone 34%
  • Travel review sites/apps Computer/Tablet 26% | Smartphone 24%
  • Social networking sites/apps Computer/Tablet 20% | Smartphone 38%
  • Destination-specific sites/apps Computer/Tablet 19% | Smartphone 16%

 

Fazit

Für Touristiker lassen sich interessante Rückschlüsse ziehen. Die mobilen Versionen der Webseite sollten gut gewartet werden denn für die Inspiration der Freizeit-Urlauber sind sie besonders wichtig. Zu überlegen ist auch die Gestaltung eigener Apps was für die Inspiration viel mehr Möglichkeiten bietet als eine mobile Seite und vor allem die Business-Kunden abholt.

Bei den Apps tun sich Anbieter auch leichter mit den Bezahlvorgängen weil sie leichter zu gestalten sind. Buchung über Smartphone liegt zwar in Europa noch in den Kinderschuhen nur sieht man auch wohin die Reise geht: gut designte und einfache Bezahlvorgänge erleichtern das Leben (vor allem) der Business-Kunden sehr. Spezielle Angebote sollten hier angedacht werden.

Die Multi-Plattform Nutzung für die gleiche Reise zeigt auch wie wichtig die einzelnen Kanäle sind. Oft sieht man den Fokus auf einen Kanal gelegt womit man erfolgreich ca. die Hälfte der User ausschließt. Mit einer umfassende Online-Strategie kann man dieser Problematik entgegnen und ein ansprechendes Angebot für seine Kunden kreieren.

Man sollte sich daher auch genau ansehen wie die eigenen Nutzer suchen und buchen. Eine Gestaltung der Customer-Journey für die Zielgruppe hilft bei der Analyse und erhöht letztendlich den Umsatz und Besuche.

 

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