Schnelltest
Wie können wir Ihnen helfen?

“Man kann nicht nicht kommunizieren.”

(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

20.06.2014

Tourismusforschung oder “Quick and Dirty” vorgehen?

Do it yourself in der touristischen Marktforschung- Lassen Sie es lieber bleiben!

Ja, ich glaube daran, dass “Quick and Dirty”-Vorgangsweisen, die oft in Workshops oder Ideen-Werkstätten von uns selbst praktiziert ein wichtiges Element für Innovation im Tourismus sind. Beispielsweise ist eine Persona-Entwicklung auf Basis ethnographischer Forschungsergebnisse wie es die Lehre sich wünscht in Service Design im Tourismus-Prozessen einfach nicht möglich. Die dafür benötigte Zeit zahlt niemand, geschweigen denn hat jemand überhaupt die Zeit solch eine Vorgangsweise zu wählen.

Dennoch: Quick and Dirty ist gut wenn es auf sauber analysierten Marktforschungen quasi als qualitative Sekundäranylse eingesetzt wird. Als ehemals oberster Marktforscher der Österreich Werbung (Bereichsleiter Research & Development und Leitung des Teams Markt und Trendforschung der Österreich Werbung) bin ich zahlenfokussiert. Und glaube keine Marktforschung die ich nicht selbst gefälscht gelesen habe.

Und jetzt meine WICHTIGE Botschaft an alle TouristikerInnen in Destinationen, Reiseregionen oder Tourismusverbänden, Hoteliervereinigungen etc.: Machen Sie nur in Ausnahmefällen Primäranalysen. Vertrauen Sie übergeordneten Tourismusorganisationen wie Landestourismusverbänden, der nationalen Tourismusorganisation (Bei T-Mona werden z.B. alleine in Österreich 20.000 Urlauber vor Ort befragt und dazu ein exakter, methodisch sorgsam optimierter qualitativer Zugang bei der Fragebogenerstellung, der Auswahl des Befragunsinstituts, der Interviewer, der Orte der Interviews, dem Zeitpunkt des Interviews, der Interpretation und Auswertung der Fragebögen, ein Vergleich mit historischen Daten usw. gewählt.).

Also – wenn Sie dennoch eigene Befragungen  organisieren wollen, dann setzen sie dies mit MAFO-Instituten um die hier entsprechende überregionale Erfahrung besitzen, reservieren Sie mindestens ein Budget dass 20 Manntage und mehr des Marktforschungs-Instituts abdecken kann und stellen Sie einen in Marktforschungsfragen kompetenten Mitarbeiter für ein halbes Jahr für dieses Projekt Vollzeit frei.

Schaffen Sie das nicht lassen Sie es lieber.

Und nützen die ausgezeichneten verfügbaren Quellen für Sekundäranalysen. Beispiele dafür sind:

Tourismus in Zahlen der WKO

Statistik Austria Tourismus

Tourmis (sehr empfehlenswert um statistische Zahlen zu recherchieren, kostenlose Registrierung möglich)

Studien.at  (wird leider Ende 2014 eingestellt)

Statista.de – sehr breit, allerdings auch kostenpflichtig

(besonders zu empfehlen: Wipool) Tourismusforschung der Österreich Werbung

noch spannender: Trendforschung der Österreich Werbung

oder sie machen gleich einen Workshop zur Radikale Innovation mit uns (Oliver Puhe und Martin Schobert), unsere Impulse und Ideen basieren auf langjähriger Erfahrung, Auswertung und Interpretation von Studien und Trendanalysen im (alpinen) Tourismus Mitteleuropas.

 

 

 

 

Zum Newsletter anmelden

Touristiker auf Augenhöhe - wir teilen unser Wissen!

Ihre Daten sind bei uns sicher, 0% Spam, 1x pro Woche, nur relevante Tourismus-Info



Kommentar hinzufügen