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“Man kann nicht nicht kommunizieren.”

(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

25.03.2011

Ein (e)Touristiker @ ITB – Eindrücke, Erkenntnisse.

tourismusdesign bei Podiumsdiskussion auf der ITB Konferenz "Tweeting, Blogging, Pinging for Business"

Meine Geschäftspartnerin Agnes – Landschaftsplanerin im Tourismus – und ich waren heuer erstmals gemeinsam auf der Internationalen Tourismus Börse ITB in Berlin. Spannend welch unterschiedliche Eindrücke sich ergeben, betrachtet man dieses “get-together” der Reise- und Tourismus-Branche aus unterschiedlichen Perspektiven: das bunte Fazit meiner Kollegin “Die Landschaftsplanerin auf der ITB” erzeugt bei vielen ITB-Stammgästen sicherlich ein Schmunzeln.

Ich selbst ortete viel Interesse an unseren ungewöhnlichen Ansätzen zur Produktentwicklung und Kommunikation im Tourismus. Als eTouristiker war ich als Teilnehmer zu einer Podiumsdiskussion bei der Phocus Wright Conference @ ITB eingeladen. In einem Interview für die APA Tourismusstimme der Woche habe ich mein Résumee zu Trends und Technologie-Innovationen gezogen.

Meine ITB-Eindrücke hier In knappen Worten zusammengefasst:

- nicht auffällig Neues. Im Bereich der Kommunikations-Technologien hat sich mir nichts aufgedrängt, viele gute Ideen die es schon länger gibt traten (erstmals) professionell auf der ITB auf (z.B. trust you, Huber Media, … ).

- alles mobil. Location Based Services, mobile Displays, travel apps bestimmen dzt einfach das Geschehen – wiewohl mir persönlich noch immer relevante Nutzerzahlen und Anwendungsfälle vor allem im Zuge der Reiseplanung privater Urlaubs-Reisen fehlen … .

- alles sozial (Reputation & Monitoring-Anbieter gibt es auffallend mehr, Monitoring/Vertrauen war auch der Konferenz-Schwerpunkt)

- alles video (Video-Content ist dzt noch überwiegend wenig genutzt, v.a. im Bereich SEO für Video-Content gibt es für TouristikerInnen hier viel zu gewinnen: Vergleicht die Trefferanzahl der Such-Begriffe “hiking germany” einmal mit der YouTube- bzw. Google-Suche. Und es kommt Google TV, Apple TV auf die Bildschirme unserer Wohnzimmer – spätestens wenn der große Tablet/iPad-Kaufwahn wieder abschwächt wird dies von der Industrie zum nächsten großen Thema “ge-hyped” werden).

- apropos – das war tatsächlich auffallend: Mindestens jeder zweites ITB-Stand war mit schönen iPads geschmückt, man wollte sichtlich Fortschrittlichkeit demonstrieren und zeigen “am Puls der Zeit zu sein”.

Präsentationen?

Immerhin waren iPad, Tablets und Apps auch in rund der Hälfte der eTravel ITB-Vorträgen ein Thema, hier die Besten im Überblick:

Crashcurs iPad

Usecases für Apps (2. Teil der Präsentation)

iPad & Co strategisch betrachtet

Wie entwickelt man eine mobile Strategie für ein Reiseunternehmen?

Detaillierte und klare Studie zur mobilen Web-Nutzung

Mobile Customer Journey (sehr gut – Lesetipp!)

Ablauf zur Erstellung einer Augmented Reality App (habe in dieser Ubilabs Präsentation einen interessanten neuen Begriff entdeckt: Location Based Storytelling)

Wie gut ist meine App? Neue Dienstleistungen – App-Mafo!

Sehenswerte Präsentation zu Oberstaufens Google-Streetview Torte von Netzvitamine

Alles Mobile oder Was?

Ich glaube auch das Online als Kommunikationskanal über Erfolg und Nicht-Erfolg jedes touristischen Angebotes heute schon entscheidet. Ich glaube daher, daß es wichtig ist sich mit neuen digitalen Möglichkeiten pro-aktiv auseinanderzusetzen. Und ebenso, daß Tablet-PCs auch für Tourismusmarketing wichtige Trägermedien sind. Allerdings ist die Zahl der Menschen die heute Radio-Geräte benutzen noch bei weitem größer als die Zahl der iPad-Nutzer. Also bitte lassen wir doch die Kirche im Dorf und beginnen wir bei den Hausaufgaben die wir im Tourismus noch oft zu erledigen haben:

- guter Content. Daran arbeiten dzt. alle im Hintergrund. Datenstandards, Content-Aggregation, POI, Check-In’s auf Foursquare, Facebook, Qype und demnächst auch auf Google sind in aller Munde. Hatte auch ein spannendes Gespräch mit einem Vertreter von GIATA zu Möglichkeiten Destinations-Content über diese Organisation zu verteilen …

- bedienungsfreundliche Websites. Viele marschieren von der Website zur Webpräsenz, wollen das Urlaubs-Erlebnis dort schon spürbar machen wo der Gast bereits ist. Um damit leichter Geschichten im Kopf schon vor Reiseantritt entstehen zu lassen. Und die Website der DZT (Deutschen Zentrale für Tourismus) habe ich voarb-sehen dürfen. Die wird schön ….

- Gäste- und nutzenorientierte Marketing-Kampagnen. Beispiele: KLM, Lufthansa, Queensland und Foursquare, Chicago.

- Digitale Beziehungspflege mit Gästen und solchen die es werden wollen – über exzellentes Kundenservice, professionelles Customer Relation Management und Dialog in Social Media Kanälen. Nochmals: Service ist das neue Tourismus-Marketing.

Und wenn wir dann noch Zeit und Ressourcen haben, dann können wir ja eine gute Agentur mit einer App-Entwicklung beauftragen – wenn wir damit ein Problem lösen dass wir mit anderen Instrumenten nicht ebenso elegant in den Griff bekommen …

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