“Man kann nicht nicht kommunizieren.”

(Paul Watzlawick, Kommunikationsexperte und Philosoph)

Jedes Tourismusangebot spricht für sich selbst. Im besten Fall positiv.

17.12.2010

Trends, Erfahrungen und Entwicklungen – Phocus Wright Conference 2010

Coverstory Tourist Austria International "Online steht Kopf!" von Martin Schobert

Ich habe unlängst hier gepostet, dass ich Ende November in den USA an der weltweit größten Travel-Konferenz teilnehme – der Phocus Wright Conference 2010 in Phoenix, Arizona. Mein Fazit:

  • Es gab spannende Redner und Einblick in Taktik und Visionen der weltweit größten Player im digitalen Reise-Business allen voran die CEOs von TripAdvisor, Expedia, GroupOn (der am schnellsten wachsenden Website aller Zeiten) und Kayak.

  • Best Practices: Meine Eindrücke zu Entwicklungen und Innovation bei Reise-Websites: Große Bilder, Facebook Connect, “Social” als Planungsinstrument für Reisen, starker Fokus auf Service, Kunden-Nutzen und ein TREND zu User-Orientierung und Zeitplanung vor Ort und schräge neue Verkaufskonzepte.

  • Es gab weniger neue, interessante Kontakte und Anbieter im Travel-Bereich als erwartet

  • Es nahmen nur vereinzelt Teilnehmer touristischer Organisationen aus Europa teil. Noch mehr überrascht hat mich allerdings, daß auch aus den USA nur rund 40 TouristikerInnen unter den 1.000 TeilnehmerInnen waren. Interessiert die Tourismusbranche nicht welche digitalen Strategien und Taktiken die Reise-Industrie (Reise-Veranstalter, Online Reisebüros und Buchungsportale) umsetzt und plant? Oder entwickeln sich diese Plattformen für TouristikerInnen immer mehr zu informations-leeren Akquise-Plattformen für Expedia-Advertising, TripAdvisor-Placements oder Travel-Tech-Verkaufsgespräche? Meine Antwort ist NEIN. Man erkennt erst durch die eigene Teilnahme wo man steht und was man selbst noch zu tun hat um nicht nur Trittbrettfaherer oder Early Adopter zu sein, sondern dort vorne mitzumischen wo das Geschäft gemacht wird.

  • Wir sind in Europa digital genau so weit wie unsere KollegInnen in Übersee. Wir kämpfen mit den gleichen Problemen und Herausforderungen künftig unseren touristischen Content GLOBAL, HYPER-LOKAL, SOCIAL, MOBIL und BUNT (multimedial) zu verteilen.

  • Und die wichtigste Erkenntnis: Die ganzen Aktivitäten sind nutzlos solange es uns TouristikerInnen nicht gelingt dem Gast unseren Content exakt dann zur Verfügung zu stellen wenn er ihn im Zuge der Inspiration, Planung, Evaluierung, Buchung, Detailplanung, während der Reise selbst und danach zum Teilen der Erlebnisse mit Freunden benötigt. Auf dem Gerät dass ihm gerade jetzt zur Verfügung steht – egal ob es sich um ein iPad, eine Facebook- oder mobile App oder den richtigen mobilen, Desktop oder Laptop-Browser mit dem TouristikerInnen touristischen Content und Point of Interests aus Ihrer Destination oder Angbot darstellen. FAZIT: TOURISTIKERINNEN BRAUCHEN EINE CONTENT-VERTEILUNGS-STRATEGIE & TAKTIK!

Die wesentlichen Ergebnisse habe ich in einem Artikel für die Tourist Austria International zusammengefasst. Hier ist die Coverstory zum Nachlesen, hier geht es zu weiteren Details über Trends und Entwicklungen aus Sicht der US Reise-Industrie bzw. Analysten der Reise-Industrie wie Phocus Wright oder : Tourismus zwischen Apps, iPad und Facebook

Coverstory in der Tourist Austria International von Martin Schobert

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